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Flexible Solarfolie wird mit Schere zugeschnitten

Neue Impulse für Textilien

Vom Faserstoff zur Heizlösung

12.05.2026

Funktionalisierte Fasern eröffnen neue Perspektiven für die Textilindustrie. Ein Spin-off der ETH Zürich zeigt, wie sich aus papierbasierten Materialien flexible Heizlösungen für die Automobilbranche entwickeln lassen, mit Potenzial weit darüber hinaus.

Lesedauer: 3 Minuten

Key Facts

  • Papierbasierte Heizmatte nutzt leitfähige Zellulose-Kupferfasern 
  • Direkte Strahlungswärme statt ineffizienter Luftheizung 
  • Skalierbar durch etablierte Papierherstellungsverfahren 
  • Dünn, leicht und flexibel – neue Optionen für Interiordesign 
  • Kosten und Industrialisierung als zentrale Herausforderung 
  • Plattformtechnologie mit Potenzial weit über Automotive hinaus 

Reichweite versus Komfort: ein Zielkonflikt im Winter

Es ist ein bekanntes Dilemma der Elektromobilität: Sobald die Temperaturen sinken, steigt der Energieverbrauch im Fahrzeug – und die Reichweite schrumpft. Klassische Heizsysteme erwärmen primär die Luft im Innenraum. Dies ist jedoch sehr ineffizient, denn Luft ist ein sehr schlechter Wärmeleiter.

Für die Textil- und Faserindustrie ist genau dieser Punkt interessant: Denn die Frage, wie sich Wärme effizient, gezielt und materialnah erzeugen lässt, berührt zentrale Themen funktionalisierter Textilien – von beheizbaren Oberflächen bis hin zu integrierten Komfortlösungen.

Fazit

Der Ansatz von qCella zeigt, wie Materialinnovation bestehende Systemlogiken infrage stellen kann. Statt Heizsysteme zu optimieren, wird deren Grundprinzip neu gedacht – mit einem Werkstoff, der auf den ersten Blick kaum Hightech vermuten lässt.

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