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Key Facts
- SUPRAUNO® ersetzt Wasser beim Färben durch überkritisches CO₂
- Das Verfahren ist für Natur-, Synthese- und Mischfasern geeignet
- Wasser, Salze und zahlreiche Hilfschemikalien können reduziert oder vermieden werden
- Die Technologie befindet sich bereits im industriellen Einsatz
- Die größte Herausforderung liegt laut Dr. Baser inzwischen in der Marktdurchdringung, nicht in der Technik
- Kooperationen zwischen Technologieanbietern, Veredlern und Marken sind entscheidend für die Skalierung
Eine alte Idee bekommt neuen Schwung
Die textile Nassveredelung gehört zu den ressourcenintensivsten Schritten der Bekleidungsproduktion. Wasser, Energie, Hilfschemikalien und aufwendige Abwasserbehandlung prägen den Prozess seit Jahrzehnten. Entsprechend groß ist das Interesse an Alternativen. Doch viele vielversprechende Ansätze scheitern spätestens an der industriellen Realität.
Für Dr. Swapneshu Baser ist das kein neues Phänomen. Der Gründer und Geschäftsführer von Deven Supercriticals beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren mit der Nutzung von überkritischem Kohlendioxid als Ersatz für konventionelle Lösungsmittel. „Das Konzept, überkritisches Kohlendioxid für die Textilfärbung einzusetzen, ist nicht neu“, erklärt er. Tatsächlich wurden entsprechende Verfahren bereits früher erprobt. Der Haken: Ihre Anwendbarkeit blieb weitgehend auf Polyester beschränkt. Genau an dieser Stelle setzt die von Deven Supercriticals entwickelte Technologie SUPRAUNO® an.
Am Ende erzählt SUPRAUNO® nicht nur die Geschichte einer neuen Färbetechnologie. Es ist auch die Geschichte eines Innovationsprozesses, der zeigt, wie schwierig – und zugleich möglich – es ist, jahrzehntelang etablierte industrielle Verfahren grundlegend neu zu denken.