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Branchennews: Global Fashion Agenda & McKinsey & Company

Scaling circularity

09.12.2021

Die Modeindustrie könnte bis 2030 zu 80 Prozent zirkulär werden – so lautet das Ergebnis der Studie „Scaling Circularity“ der Global Fashion Agenda und McKinsey & Company aus November 2021. Was ist zu tun, damit es auch Realität wird?

Scaling circularity

Schon lange ist es kein Geheimnis mehr, dass die Modeindustrie erheblich zu der Umweltverschmutzung beiträgt. Wenn alles weitergeht wie bisher, wird es unmöglich sein, das 1,5 Grad-Ziel des Pariser Abkommens einzuhalten: 1,1 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent dürfte die Branche bis 2030 ausstoßen, um dem Plan gerecht zu werden. Laut den Ergebnissen der Studie „Scaling Circularity“ der Global Fashion Agenda, einer der führenden Non-Profit-Organisationen für mehr Nachhaltigkeit in der Modeindustrie und der Unternehmensberatung McKinsey & Partner wird es fast die doppelte Menge an Emissionen sein, sofern sich nichts ändert. Eine mögliche Lösung für dieses Problem: Kreislauffähigkeit. Das beinhaltet zirkuläre Designs, Verlängerung der Nutzungsdauer von Produkten sowie die Sicherstellung, dass die verschiedenen Komponenten am Ende ihres Lebenszyklus wiederverwendet oder recycelt werden können. Eine Umstellung hätte laut der Studie das Potenzial, rund 25 Prozent der Emissionen einzusparen. Ein weiterer Vorteil: Es würde nicht nur dem Planeten helfen, sondern auch den Wert der Textil- und Modeindustrie steigern.

Die Ergebnisse für die Studie basieren auf Erkenntnissen der Circular Fashion Partnership (CFP) in Bangladesch. In dem sektorübergreifenden Projekt werden Brands, Manufakturen und Recyclingunternehmen in Bangladesch – einem der größten Standorte für Textilhersteller weltweit – vernetzt. So sollen neue Innovation in Hinblick auf Recycling und die Verwertung von bereits vorhandenen Textilien entstehen, damit die Produktion neuer Stoffe weniger notwendig wird. Dabei wird deutlich, dass Abfall eine wertvolle Ressource ist: Recyclingtechnologien können in einem erheblichen Maß dazu beitragen, Treibhausgasemissionen und Wasser einzusparen. Laut der Studie entsteht das Potenzial, die Branche auf diesem Weg bis 2030 zu 80 Prozent zirkulär zu gestalten. Die Voraussetzung dafür sind Investitionen in neue Technologien von fünf bis sieben Milliarden Euro bis 2026. „Die Forschung zeigt auf, dass es die notwendigen Technologien gibt. Sie können die Auswirkungen auf die Umwelt verringern und sind auch in größerem Maße wirtschaftlich. Mit ausreichenden Investitionen, Unterstützung seitens der Politik und der Möglichkeit vorwettbewerblicher Kooperationen bin ich optimistisch, dass wir ein profitables Kreislaufsystem schaffen und den Weg der Modebranche zur Netto-Null beschleunigen können", sagt Federica Marchionni, CEO, Global Fashion Agenda.

Unter dem Motto „Innovating the Industry“ widmete sich der zweite Konferenztag der Fashionsustain im Juli 2021 unter anderem Themen wie Kreislaufwirtschaft, verantwortungsvollen Lieferketten und Transparenz im Fashionbusiness. Im Winter ist es wieder so weit: Im Rahmen der Frankfurt Fashion Week setzt die Fashionsustain vom 18. bis 20. Januar 2022 wieder wichtige Impulse für die Fair Fashion-Community – mit nachhaltigen Schwerpunkten zu den Themen Changing the Setup, Retail und Digitization. Das gesamte Programm wird in Kürze bekanntgegeben.  

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