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Der Schlüssel zu Innovation

„Kooperation ist der Schlüssel zu Innovation“ – ganz gleich ob von Adidas, Ecoalf, Lenzing, Pyua oder Vaude – in diesem Punkt waren sich alle Redner des neuen Konferenzformats FashionSustain einig.

Denn durch einen interdisziplinären Dialog und die Kollaboration mit externen Partnern können nachhaltige Innovationen und verantwortungsbewusste Technologien in der Textil- und Modebranche noch stärker vorangetrieben werden, so der Konsens.

FashionSustain ist das neue Konferenzformat der Messe Frankfurt, das nachhaltige Innovationen in der Textil- und Modebranche in den Fokus stellt. Die Inkubatorenplattform fand erstmals am 17. Januar 2018 statt – parallel zu den Messen Ethical Fashion Show Berlin und Greenshowroom und im Zusammenspiel mit der Fashiontech, der Konferenz für Themen rund um Digitalisierung und neue Technologien, die von der Premium Group am 16. Januar 2018 veranstaltet wurde. Der Schulterschluss der beiden Messeveranstalter und die Verquickung der Konferenzinhalte an einem Standort – dem Kraftwerk Berlin – hat den Zeitgeist und den Wunsch der Branche nach Veränderung und echten Neuheiten offensichtlich genau getroffen. Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht und erhielten sehr viel Zuspruch seitens Branchenexperten, Besuchern, Presse und Rednern.

Umweltaktivistin und Filmemacherin Alexandra Cousteau (Good Impact Foundation)  machte mit ihrer emotionalen und inspirierenden Opening-Keynote den Auftakt und betonte die Dringlichkeit, eine bessere Zukunft für die kommenden Generationen zu sichern. Ellen Karp, Gründerin der Strategie- und Trendagentur Anerca International, brachte im Anschluss Fakten und stellte die Ergebnisse einer neuen Studie „The Key to Confidence: Consumers and Textile Sustainability – Attitudes, Changing Behavior and Outlooks“ vor, die sie Auftrag der Oeko-Tex Gemeinschaft erhoben hatte.

Recycelbare, sozial- und umweltverträgliche Materialinnovationen, die optimalerweise ineinem Kreislauf gehalten werden können – im darauf folgenden Teil der Konferenz wurden diverse Neuentwicklungen vorgestellt: Peter Bartsch von der Lenzing AG, Pionier und Weltmarktführer im Bereich cellulosebasierter Kunstfasern, berichtete über neue und etablierte Fasertechnologien wie Ecovero, Modal und Tencel. Der Gründer der erfolgreichen Marke Ecoalf Javier Goyeneche gab unter anderem Einblicke in die aufwändigen Prozesse des Recyclings und wie aus Meeresmüll Jacken gefertigt werden. Ein Meisterstück in Sachen Kooperation als Treiber für nachhaltige Materialinnovationen ist die Green Shape Core Collection. Mit Lenzing, Q-Milk, Primaloft und DSM als Partner hat Vaude eine komplett nachhaltige Capsule Collection entwickelt, die innovativer kaum sein könnte. Closed-Loop-Konzepte sowohl in ihrer Anwendung als auch im Bereich der Forschung präsentierten Timo Perschke von Pyua, Evelyn Mora von der Helsinki Fashion Week und Dr. Gustav Sandin Albertsson von Mistra Future Fashion.

Um wirklich etwas zu bewegen, brauche es auch eine neue Trial-and-Error Kultur, sprich den Mut, Dinge auszuprobieren und auch  Fehler zuzulassen – das verdeutlichte Walter Wählt von Adidas in der abschließenden Paneldiskussion zum Thema Perspektiven und Visionen. Das war das richtige Stichwort für die darauf folgenden Team-Pitches des Thinkathon. Parallel zur FashionSustain erarbeiteten internationale Vor- und Querdenker verschiedener Wissenschafts-, Wirtschafts- und Kreativbereiche in einem Design-Thinking-Prozess Lösungen und Konzepte für zwei Industry-Tasks, die von Zalando und dem Fashion Council Germany als Challenge-Hosts eingebracht wurden. Die Ergebnisse wurden am Abend des 17. Januars 2018 im großen Auditorium präsentiert. Die Ideen reichten von „UX focused holistic labeling systems“ über „Supplier Partnership Programs“ bis hin zu einer „Curated Exchange Platform“.

www.fashionsustain.com
http://www.fashiontech.berlin