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Branchennews: White Paper Coronavirus

Der Corona-Effekt

Messen fallen aus. Die Zahl der Infizierten steigt. Fabriken und Geschäfte sind geschlossen. Aber: In China ist die Luft derzeit deutlich sauberer. Menschen in der Quarantäne singen auf ihren Balkonen miteinander und kaufen für Kranke und Ältere ein. Wie beeinflusst das Coronavirus unseren Alltag? Und was passiert nach der Krise? Wie werden das Leben und die Wirtschaft nach der Pandemie aussehen? Das Zukunftsinstitut beschreibt in vier Szenarien wie das Virus die Welt grundlegend verändern könnte. Ein mögliches Szenarium: Eine Welt und eine Wirtschaft, die nachhaltiger geworden und von einer Wir-Gesellschaft geprägt sind.

März 2020

Hochspannungsleitungen knacken, knistern und surren. Der Grund ist der Korona-Effekt. Die elektrische Entladung ist ein physikalischer Vorgang, der in der Regel unerwünscht ist, er kann aber auch nützlich sein. Ähnlich verhält es sich mit dem Coronavirus. Szenarium Nummer 4 des Frankfurter Zukunftsinstituts beschreibt eine resiliente Gesellschaft nach der Krise, die weniger abhängig ist von globalen Produktionsketten. Die Monopolstellung großer Händler fällt und regionale Produkte und Lieferketten erleben einen Aufschwung. Es entsteht eine Glokalisierung, d.h. Städte und Gemeinden verknüpfen sich mit globalen Organisationen, um Probleme kreativ anzugehen und schneller zu lösen. Die Gesellschaft ist von Solidarisierung und Wir-Kultur geprägt. Künstliche Intelligenz und Big Data werden eingesetzt, um das Gesundheitssystem ganzheitlicher zu machen. Gesundheit umfasst nun mehr die Umwelt, die Politik und die Weltgemeinschaft. Es geht also darum, gelingende Beziehungen zu schaffen und verstärkt lokal zu handeln.

Lokales Denken ist auch der Schwerpunkt des Szenariums 3 im White Paper des Zukunftsinstituts. Die Menschen ziehen sich ins Private zurück, bilden kleinere Gemeinschaften, die Eigenanbau betreiben, sich gegenseitig versorgen und traditionelle Handwerkstechniken wiederaufleben lassen. Gearbeitet wird im Homeoffice, Reisen ist nicht mehr selbstverständlich.

Die anderen zwei Szenarien sind weniger optimistisch. Sie beschreiben in einem ersten Szenarium eine totale Isolation, in der alle gegen alle in einer Hochsicherheitsgesellschaft handeln. Ein zweites Szenarium zeigt eine Welt im permanenten Krisenmodus mit abgeschotteten Grenzen und einem Datenschutz, der so gut wie abgeschafft ist. Wie die Zukunft nach der Corona-Krise mittelfristig aussehen wird, wird sich jetzt entscheiden. Es gibt eine Chance die positiven Seiten der Pandemie in der Zukunft beizubehalten und zu pflegen: Gesundheit, Nachhaltigkeit, Solidarität und gegenseitige Verantwortung in Gesellschaft und Wirtschaft.

#Coronavirus #Zukunftsinstitut #Wirtschaft

Weitere Informationen finden sie unter:

www.zukunftsinstitut.de/artikel/der-corona-effekt-4-zukunftsszenarien

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  • Branchennews

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