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Branchennews: Verbot von Wegwerfartikeln

Nachhaltige Alternativen für Einwegprodukte

Bis zum Jahr 2021 könnten Strohhalme, dünne Plastiktüten, Plastikgeschirr etc. verboten sein. Die Vermüllung der Ozeane durch Plastikmüll würde drastisch gesenkt werden. Jetzt heißt es, biologisch abbaubare, kompostierbare, wasserlösliche Alternativen zu finden. Auch die Vliesstoffindustrie ist gefordert.

November 2018

Einwegprodukte aus Kunststoff verunreinigen die Umwelt und insbesondere die Ozeane in erheblichem Maße: Rund 80% der Abfälle im Meer sind Plastikmüll. Der Großteil davon sind Wegwerfprodukte wie Plastikbecher, Trinkhalme, Besteck und Teller. Würden die zehn Einwegprodukte, die an den Strände und in den Meeren am häufigsten gefunden werden, verboten werden, hätte dies eine große Wirkung: Die Vermüllung könnte auf mehr als die Hälfte reduziert werden. Dadurch könnten Umweltschäden entgegengewirkt werden, die andernfalls bis zum Jahr 2030 Kosten in Höhe von 22 Mrd. Euro verursachen würden. Emissionen von 3,4 Mill. Tonnen CO2-Äquivalent würden bis 2030 vermieden – so die Hochrechnungen, die die Europäische Kommission veröffentlicht hat.

Bis zum Jahr 2021 könnten Strohhalme, dünne Tüten, Geschirr, Besteck, Wattestäbchen und Ballonhalter aus Plastik der Riegel vorgeschoben werden. Einem Vorschlag zum Verbot von vielen Einwegprodukten der EU-Kommission hat das Europaparlament im Oktober in erster Lesung zugestimmt, gekoppelt an verbindliche Reduktionszielen bis 2025. Im kommenden Jahr soll nun eine Einigung mit den Mitgliedsstaaten erzielt werden.

Auch Hygiene- und Kosmetikprodukte wie Hygieneeinlagen, Feucht- und Reinigungstücher stehen auf der Liste der kritischen Produkte. Hier ist die Vliesstoffindustrie gefordert. Es gilt nachhaltigere Materialien zu entwickeln, die die Umwelt nicht belasten. Eine Lösung hat der österreichische Faserhersteller Lenzing entwickelt. Veocel ist eine botanische Faser für Produkte wie Wischtücher, Tampons, Gesichtsmasken oder Babyfeuchttücher. Der Rohstoff zur Herstellung der Veocel Fasern ist Holz. Die Zellulosefasern werden in einem umweltschonenden Closed-Loop-Produktionsprozess hergestellt und sind kompostierbar und biologisch abbaubar. Durch die sogenannte Eco Disperse-Technologie sind beispielsweise feuchte Toilettentücher wasserlöslich. Veocel Fasern, zertifiziert mit dem EU Ecolabel, werden also vollständig in den ökologischen Kreislauf zurückgeführt.

Diese und weitere nachhaltige Innovationen werden auf der kommenden Techtextil, der internationalen Leitmesse für Technische Textilien und Vliesstoffe, vom 14. bis 17. Mai 2019 in Frankfurt am Main zu sehen sein.

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Weitere Informationen finden Sie unter:
www.veocel.com
www.lenzing.com

Photo credit: Lenzing AG / Photo: Markus Renner / Electric Arts

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