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Verbrauchertrends: Nachhaltigkeit bei Textilien

Ellen Karp präsentiert Oeko-Tex Studie „The Key to Confidence: Consumers and Textile Sustainability – Attitudes, Changing Behaviors and Outlooks“

Vier von zehn Personen machen sich Sorgen über Schadstoffe in der Kleidung. Ebenso viele Verbraucher (42 Prozent) würden „gern die Werte und Prinzipien von Modemarken kennen, die sie kaufen“. 38 Prozent „möchten wissen, welche - selbst kleinen - Schritte Marken unternommen haben, um nachhaltiger zu werden“. Das sind einige der Ergebnisse der breit angelegten Konsumenten-Studie der internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textil- und Lederökologie, Oeko-Tex, anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens. Für die Studie mit dem Titel „The Key to Confidence: Consumers and Textile Sustainability – Attitudes, Changing Behaviors and Outlooks“ wurden weltweit mehr als 11.000 Verbraucher befragt.

Was denken Konsumenten weltweit über Nachhaltigkeit, Klimawandel, Schadstoffe in Textilien und Zertifizierungen? Was ist ihre Einstellung zur sozialen Sicherheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Textilindustrie? Die renommierte Wissenschaftlerin Ellen Karp, die mit ihrem auf Marktforschung in Zusammenhang mit Verbraucherprodukten spezialisierten Unternehmen Anerca International mit der Durchführung des Projektes von Oeko-Tex beauftragt wurde, stellte die wichtigsten Ergebnisse der Studie am 17. Januar 2018 auf der FashionSustain-Konferenz in Berlin vor. Dazu zählt unter anderem auch, dass Verbraucher es anstreben, nachhaltiger zu leben, und ihre Bedenken gegenüber der Textilindustrie wachsen. So gaben etwa 70% der Konsumenten an, dass sie sich für einen nachhaltigen, umweltfreundlichen Lebensstil engagieren. Ihr tatsächliches Verhalten spiegelt dies jedoch noch nicht vollständig wieder. Karp fasst in ihrem Vortrag zusammen: „Es ist heutzutage eine Bestrebung, nachhaltig zu leben.“

Überrascht zeigte sich Karp über den höheren Prozentsatz an Verbrauchern – 4 von 10 Personen –, die sich Sorgen über Schadstoffe in der Kleidung und Heimtextilien machen. Das entspricht nur noch einem 20-Punkte-Unterschied zischen den Bedenken zu schädlichen Substanzen in Lebensmitteln und in der Kleidung bzw. Heimtextilien. Für die Forscher ein Indikator dafür, dass sich das Image der Textilindustrie ändern könnte.

„Die quantitativen Erkenntnisse aus der The Key to Confidence Studie sollen von der Textilindustrie als Aufruf zum Handeln verstanden werden“, so Karp. „Verbraucher lernen schnell, dass ihre Einkaufsentscheidungen bei Textilien nicht nur eine Auswirkung auf ihre Familien, sondern auch auf ihre anderen Gemeinschaften und vieles mehr haben. Für dieses Erwachen müssen Markenunternehmen, Einzelhändler und Hersteller gerüstet sein. Es kommt definitiv.“

Auch auf der Heimtextil Frankfurt konnten sich Interessierte in einem Vortrag von Marc Sidler, Testex AG, über Ergebnisse der Studie informieren.

Weitere Informationen finden Sie hier:
Live-Video des Vortrags von Ellen Karp auf der FashionSustain
https://fashionsustain.messefrankfurt.com/berlin/de.html
https://heimtextil.messefrankfurt.com/frankfurt/de.html
https://www.oeko-tex.com