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Messe: Neonyt

Gemeinsam für besseres Klima

Die Modebranche trägt mit am meisten zur weltweiten Umweltverschmutzung bei. Zeit, etwas zu ändern! Die Neonyt-Community setzt sich für einen Wandel ein – für ein besseres Klima, einen gesünderen Planeten und eine nachhaltigere Modeindustrie.

Mai 2021

Es ist kein Geheimnis: Die Modebranche zählt zu den klimaschädlichsten Industrien weltweit. Die hohen CO2-Emissionen entstehen durch Materialproduktion, Nasstechniken zum Färben und Veredeln der Produkte, Verschnittreste, nicht recycelbare Stoffzusammensetzungen, Verpackungen und nicht zuletzt auch Produktpflege im Verbrauch durch die Endkonsument*innen. Besonders die Fast Fashion-Branche hat durch Produktionsprozesse, verwendete Materialien und die hohe Anzahl der Kollektionszyklen einen deutlich negativen Einfluss auf das Klima. Viele Fast Fashion-Brands launchen wöchentlich neue Kollektionen, das bedeutet: Bis zu 50 Modezyklen mit über 100 Milliarden Kleidungsstücken werden pro Jahr produziert – davon landen in der EU 80 Prozent auf Mülldeponien oder in Müllverbrennungsanlagen*. Schlicht, weil die Mehrheit der Kleidungsstücke ungetragen im Schrank hängt und nach kurzer Zeit Platz machen muss für die nächsten Teile.

Es ist Zeit für einen Umbruch: Schon seit 2019 arbeitet die Neonyt mit der Conscious Fashion Campaign und dem United Nations Office for Partnerships zusammen. Gemeinsam wollen sie entlang der Agenda 2030 und den 17 Sustainable Development Goals (SDGs), die Vision einer besseren Welt auch auf die internationale Modebranche übertragen. Dazu gehört auch ein gesundes Klima. Maßnahmen zum Umweltschutz und gegen den Klimawandel sind daher in SDG 13 festgehalten. „Die Modeindustrie ist eine der schmutzigsten Industrien weltweit und verantwortlich für etwa zehn Prozent der globalen Emissionen. Es ist unabdingbar, dass sich in der Modeindustrie etwas verändert, hin zu einer gerechteren und nachhaltigeren Arbeitsweise“, sagt Sophia Kianni, Klimaaktivistin und Mitglied der Youth Advisory Group des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, in einem kurzen Interview zur laufenden Neonyt EducationalKampagne mit Kerry Bannigan, Gründerin der Conscious Fashion Campaign.

Das Ende von Fast Fashion? Damit sich ein Wandel vollziehen kann, ist die Abkehr von der schnellen Mode unabdingbar, sagt Kianni: „Ich würde mir wünschen, dass die Modeindustrie sich von Fast Fashion entfernt. Statt Kollektionen mit hunderten von Teilen zu produzieren, sollte lieber ein Fokus auf die Herstellung von nachhaltigen, kreislauffähigen und kleineren Kapselkollektionen gesetzt werden, die aus ethisch vertretbareren Materialen bestehen – auch, wenn das ein wenig teurer ist. Wir sollten als Gesellschaft lernen, mehr Verantwortung zu übernehmen und auf qualitativ hochwertige, langlebige Kleidungsstücke setzen, statt auf Fast Fashion zurückzugreifen.“

Die ausstellenden Brands der Neonyt zeigen, wie Mode nachhaltiger und trotzdem stylisch funktioniert. Mit der DetoxDenim-Kampagne macht das Kölner Label Armedangels auf umweltbelastende Giftstoffe und den hohen Wasserverbrauch in der Herstellung von herkömmlichen Jeans aufmerksam. Die DetoxDenim-Styles bestehen aus GOTS-zertifizierter Biobaumwolle, werden chlorfrei gewaschen und ohne schädliche Chemikalien hergestellt. So sind sie besser für die Haut, das Gewissen – und nicht zuletzt auch für die Umwelt. Laut Armedangels konnte mit der Kampagne bereits knapp 170 Millionen Liter Wasser und über 1.416 Tonnen CO2-Äquivalent eingespart werden. Auch für das Bekleidungslabel Jan ’n June steht Schutz unserer Umwelt an vorderster Stelle: Mit dem Verzicht auf Plastik, transparenten Produktionswegen, der Weiterverwendung von Verschnittresten zu anderen Produkten und der mehrmaligen Nutzung von Verpackungsmaterialien leistet das Label seinen Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft in der Mode.

Die Corona-Pandemie hat auf viele Schwierigkeiten innerhalb der Branche aufmerksam gemacht, der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit im Fashionsektor steigt seit Beginn der Krise immer weiter. Zu diesem Thema inspiriert die Neonyt zwei Mal im Jahr mit frischen Impulsen, nachhaltigem Know-how und relevanten Trends in Form von Konferenzen, Paneldiskussionen, Events und anderen spannenden Programmpunkten. Die nächste Neonyt wird im Juli 2021 zum ersten Mal im digitalen FFW STUDIO im Rahmen der Frankfurt Fashion Week veranstaltet, die ebenfalls mit einer konsequent nachhaltigen Agenda an den Start geht. All das zeigt: Der Kampf für eine nachhaltigere Zukunft ist noch nicht verloren. Wenn alle an einem Strick ziehen, kann sich auch langfristig etwas verändern.

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Weitere Informationen gibt es hier:

Neonyt

Frankfurt Fashion Week

Heinrich-Böll-Stiftung & BUND (2019): Plastikatlas

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*Heinrich-Böll-Stiftung & BUND (2019): Plastikatlas

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