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Austeller auf der Neonyt
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Messe: Neonyt

Sharing is caring

Stronger together for a better world: In der Coronakrise rückt die Gesellschaft trotz Social Distancing näher zusammen. Solidarität und Kooperation werden zu wichtigen Werten des neuen Wirtschaftens und Konsumierens; das Prinzip der Sharing Economy wird relevanter denn je. Global Fashion Exchange und Nudie Jeans zeigen, wie der Wandel aussehen kann, und auch die H&M Group setzt bereits auf Second-Hand.

Juni 2020

Die Coronakrise hat Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur grundlegend verändert. Werte verschieben sich und Nähe, Vertrauen und Solidarität werden zu den neuen Maßstäben. Dies wird auch Auswirkungen auf den Handel und Konsum der Zukunft haben: Nicht auf Kosten anderer, sondern gemeinsam mit anderen ist das Motto. Bewusster genießen und weniger besitzen. Ein Prinzip, dass das Fundament der sogenannten Sharing Economy bildet.

Auch in der Modebranche findet das Konzept immer mehr Anklang. Kleider mieten, Jeans reparieren, T-Shirts kreislauffähig produzieren: Was die verschiedenen Geschäftsmodelle gemeinsam haben, ist eine neue Art der Wertschöpfung und die Erweiterung des Produktlebenszyklus. Die Konsumenten sind bereit, etwas Neues auszuprobieren, sind sich die Branchenexperten im Bereich Shared Economy Nudie Jeans, Global Fashion Exchange und die H&M Group auf der Fashionsustain-Bühne im Januar 2020 einig. Die Zahlen geben ihnen Recht: Bis 2023 soll der globale Online-Vermietungsmarkt für Bekleidung einen Wert von fast 1,9 Milliarden US-Dollar erreichen – so die Prognose bereits vor Corona1.

Die H&M Group erkannte dieses Potential 2015 und investierte in die schwedische Re-Commerce-Plattform Sellpy. Seit Herbst 2019 ist H&M Mehrheitsanteilseigner der erfolgreichen Second-Hand-Plattform und plant die Expansion in den deutschen Markt für das Jahr 2020. „Wir tragen eine große Verantwortung, zu informieren und zu kommunizieren – aber auch bequeme und geeignete Lösungen für unsere Kunden zu liefern, damit sie nachhaltiger konsumieren können“, sagt Sara Eriksson, Strategieleiterin für nachhaltige und zirkuläre Geschäftsentwicklung bei der H&M Group.

Kommunizieren und bilden – das ist auch das Ziel der Plattform Global Fashion Exchange. Was mit einem Swap-Event in Kopenhagen begann, ist heute eine globale Bewegung mit über 250 Ambassadors, die über die Umweltauswirkungen und Ressourcenverschwendung in der Textilindustrie aufklären. Aber: „Mach es auf eine Weise, die Spaß macht und aufregend ist“, betont Gründer Patrick Duffy. 

Ein besonderes Highlight auf der vergangenen Neonyt im Januar war die mobile Repair-Station des nachhaltigen Labels Nudie Jeans. Als Pioniere der Shared Economy ist ihre Vision, die nachhaltigste Denimbrand der Welt zu werden. Sie sind auf dem richtigen Weg: 2018 konnte das schwedische Jungunternehmen so 55.000 Jeans wieder einsatzfähig machen und 10.500 gebrauchte Hosen verkaufen.

Für eine funktionierende Sharing Economy müssen alle zusammenarbeiten. Solidarität und Kooperation, Wissen und Ressourcen teilen: Der Schritt zur selbstbewussten Wir-Kultur wurde durch die aktuelle Krise beschleunigt. Auch die Neonyt setzt für die etwas andere Sommerausgabe 2020 auf Kollaboration und damit auf die Expertise von den bekannten Branchenpartnern The Brand Show Circular und Joor. Die Neonyt-Aussteller haben so die Möglichkeit, sich trotz Reiseverboten und Kontaktbeschränkungen in einem internationalen Order-Umfeld zu positionieren. Ganz nach dem Motto des Neonyt-Ausstellers Lana: “Stronger together for a better world”.

Weitere Informationen finden Sie unter:

 

1 Shoaib Iqbal (2017): “Online Clothing Rental Market by End-Users and Clothing Style - Global Opportunity Analysis and Industry Forecast, 2017-2023”

Tags

  • Nachhaltigkeit
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