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Branchennews: McKinsey Global Sustainability Report

Jahrzehnt der Nachhaltigkeit

„Sustainability matters, but does it sell?“ – anhand dieser Fragestellung erforschte McKinsey & Company im Auftrag der CNMI den Luxusmodemarkt. Das überraschende Ergebnis des Global Sustainability Reports: Das Konzept der Nachhaltigkeit wird von einem Marketinginstrument zu einem wichtigen strategischen Element.

April 2019

Nachhaltigkeit wird zum Hygienefaktor für Einkäufer und Konsumenten. Wer wirtschaftlich erfolgreich sein will, muss diese deshalb im Zentrum seiner Geschäftsstrategie etablieren - auch im Luxusmode-Markt. Zu diesem Schluss kommt die von McKinsey & Company im Auftrag der Camera Nazionale della Moda Italiana (CNMI) durchgeführte Studie „Global Sustainability Report: Sustainability matters, but does it sell?“. Die Ergebnisse der Studie wurden am 26. März 2019 im Rahmen der ebenfalls von der italienischen Modekammer organisierten dritten Ausgabe des International Roundtable on Sustainability vom Vorsitzenden Carlo Capasa in Mailand präsentiert. „Mode wird keine Zukunft haben, wenn sie nicht ernsthaft auf Nachhaltigkeit eingeht“, erklärt Capasa gegenüber der MF Fashion. „Wir möchten alles zeigen, das gut gemacht wird, und dabei versuchen, die Probleme nicht zu verbergen, sondern zu verstehen, wie sie überwunden werden können.“

Für die Luxusbranche ist laut des Reports das Jahrzehnt der Nachhaltigkeit angebrochen. „Wenn eine Modemarke heute die Kriterien Umweltschutz, Soziales und Unternehmensführung nicht angeht, setzt sie sich in der Verbrauchergemeinde hochgradig verschiedenen Risiken aus. In den kommenden Jahren werden Marken, die diese Aspekte nicht berücksichtigen, nicht nur Marktanteile verlieren, sondern sie werden vom Markt regelrecht ausgeschlossen", so Antonio Achille, Partner und Global Head Luxusbranche bei McKinsey & Company, gegenüber Fashion Network. Für die Studie wurden 90 Kaufhaus-Einkäufer in 25 Ländern befragt. Der Gesamtwert ihrer Luxusprodukteinkäufe wird auf 50 Milliarden Euro geschätzt. Insgesamt erwarteten die Einkäufer, dass sie ihre Gesamtausgaben für nachhaltige Produkte in den nächsten fünf Jahren von 23 Prozent auf 40 Prozent nahezu verdoppeln würden. Außerdem erklärte ein Viertel der Käufer, bereits eine Marke beispielsweise aufgrund von sozialen Angelegenheiten, Bedenken zum Tierschutz oder eines nicht nachhaltigen Markenimages aus ihren Referenzen gestrichen zu haben.

Wie die Studie deutlich aufzeigt, verändert sich die Wahrnehmung auf allen Ebenen des Marktes. Fast 70 Prozent der Kunden seien bereit, für ein nachhaltiges Produkt mehr zu bezahlen. Auch das Herstellungsland spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Unter den Ländern, die positiv mit Nachhaltigkeit verbunden werden, steht mit 20 Prozent Italien an erster Stelle, gefolgt von Japan (14 Prozent), Deutschland (13 Prozent) und Frankreich (10 Prozent). China wird im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit hingegen am stärksten negativ konnotiert (25 Prozent). Auch Indien (11 Prozent), Pakistan (7 Prozent) und Vietnam (7 Prozent) fallen in diese Kategorie.

Einkäufer und Unternehmen verstehen, dass der Endkunde die umwelttechnischen und sozialen Herausforderungen ernsthaft in seinen Kaufentscheidungen berücksichtigt. „Der Verbraucher ist wichtiger als je zuvor“, betont Achille laut dem Guardian. 80 Prozent der kommenden Generation an Käufern, der Generation Z und den Millennials, sind aktiv an Nachhaltigkeit interessiert. „Wenn etwas in Mode kommt, gewinnt es an Macht und [die Millennials] werden die Wächter dieser Bewegung sein“, betont Achille.

Auch die Neonyt der Messe Frankfurt ist eine passende Plattform für diesen Wandel. Vom 2. bis 4. Juli 2019 wird sich der globale Hub wieder den Themen Mode, Nachhaltigkeit und Innovation annehmen und damit den Zahn der Zeit treffen.

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Weitere Informationen finden Sie unter:

The Guardian: Sustainability is key issue for department store fashion buyers

MF Fashion: Italy is a pioneer of green fashion

Fashion Network: Luxus: Nachhaltigkeit als Wirtschaftsvorteil

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