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Gemeinsam die Welt verändern
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Branchennews: UN Alliance for Sustainable Fashion

Gemeinsam die Welt verändern

Die Praktiken der Modebranche nachhaltig verbessern, die in der ganzen Welt bedeutende Auswirkungen auf Menschen und Umwelt haben – mit diesem Ziel gründeten die Vereinten Nationen zusammen mit Partnerorganisationen am 14. März 2019 in Kenias Hauptstadt Nairobi die „UN Alliance for Sustainable Fashion“. Auch das Texpertise Network der Messe Frankfurt und die Neonyt waren mit ausgewählten Labels vor Ort.

März 2018

Die Modebranche erwirtschaftet laut den Vereinten Nationen jährlich einen Umsatz von 2,4 Billionen US-Dollar – Tendenz steigend – und beschäftigt weltweit etwa 75 Millionen Menschen – die meisten von ihnen Frauen. Gleichzeitig erzeugt sie rund 20 Prozent des weltweiten Abwassers und ist für 8 bis 10 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich – mehr als alle internationalen Flüge und die Seeschifffahrt zusammen. Die Zahlen zeigen deutlich, dass ohne wesentliche Änderungen der Produktionsprozesse und Konsumgewohnheiten in der Mode, die sozialen und ökologischen Kosten des Sektors weiter zunehmen werden. „Angesichts der wachsenden Umweltbedrohungen ist es dringend notwendig, unsere Verbrauchs- und Produktionssysteme grundlegend zu verändern. In dieser Hinsicht spielt eine nachhaltigere Modebranche eine entscheidende Rolle”, sagte Naoko Ishii, CEO und Vorsitzende der Global Environment Facility.

Um diese Probleme anzugehen, haben die Vereinten Nationen gemeinsam mit acht Partnerorganisationen am 14. März 2019 bei der UN-Umweltversammlung in Nairobi, Kenia, die „UN Alliance for Sustainable Fashion“ ins Leben gerufen. Die Vereinten Nationen haben sich dazu verpflichtet, den Weg der Mode zu ändern, ihre negativen Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt zu reduzieren und sie zu einem Treiber für die Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu machen. Diese Ziele umfassen soziale Themen, wie etwa die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Entlohnung von Arbeitnehmern, sowie ökologische Aspekte, wie die Verringerung des Abfalls der Industrie, der Wasserverschmutzung und der Treibhausgasemissionen. Die neue Strategie greift dabei alle Prozesse entlang der Lieferkette von der Herstellung der Rohstoffe über die Produktion der Bekleidung, Accessoires und Schuhe bis hin zum Vertrieb, Verbrauch und der Entsorgung auf. Ziel ist es, Erfahrungs- und Wissensaustausch zu ermöglichen, aktive Zusammenarbeit zu fördern und Synergien zu stärken, wie Marie Chartadová, Präsidentin des Wirtschafts- und Sozialrates der UNO, betonte. In den Augen der UN Environment macht die Komplexität der textilen Wertschöpfungsketten deutlich, dass das Arbeiten in Silos nicht ausreicht, um die SDGs zu erreichen. Durch die Allianz für nachhaltige Mode will die UNO eine Plattform bieten, auf der Institutionen und Unternehmen zusammenfinden, um ihre Praktiken zu verbessern. Darüber hinaus will sie so auf den privaten Sektor, Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und andere relevante Interessengruppen Einfluss nehmen. „Durch die Nutzung der Mode als eine Form von Aktivismus und Empowerment sieht die UN Alliance for Sustainable Fashion Nachhaltigkeit nicht als Einschränkung für die Modebranche, sondern vielmehr als Impuls für wahre Kreativität und Leidenschaft", erklärte der Vorsitzende der Umweltkonferenz der Vereinten Nationen, Siim Kiisler.

Auch das Texpertise Network der Messe Frankfurt und die Neonyt, der globale Hub für Mode, Nachhaltigkeit und Innovation, waren in Nairobi, um einen Fair Fashion Pop-Up Showcase fachlich zu unterstützen. Durch die ausgestellten Labels wie Langbrett, Buki, Ecoalf, LangerChen, Nat-2 und Folkdays konnten sich die Delegierten und die Presse vor Ort von den vielfältigen Designs und der Wertigkeit nachhaltiger Mode überzeugen. Max Gilgenmann, Content Director der Neonyt, ist von der Reichweite des Bündnisses überzeugt: „Die UN Alliance for Sustainable Fashion wird mit Sicherheit nachhaltige Innovationen in Mode und Textilien auf die zivilen und unternehmerischen Agenden der Welt bringen. Wir würden uns freuen, wenn die neue Allianz die kreative und kommunikative Kraft der Mode nutzen würde, um globalen Game Changern eine starke Reichweite zu verleihen.“

Die Allianz für nachhaltige Mode beteiligte sich am 20. März bereits am SDG Investment Forum in Sao Paulo, Brasilien, und wird auch auf weiteren Veranstaltungen wie dem 33. UN/CEFACT Forum in Genf, Schweiz, am 1. April, der Conde Nast Internationalen Luxuskonferenz in Kapstadt, Südafrika, am 10. April und vielen mehr im Laufe des Jahres vertreten sein, um nachhaltige Mode zu fördern.

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Weitere Informationen finden Sie unter:

https://unfashionalliance.org

https://www.instagram.com/unfashionalliance/

https://www.unenvironment.org/news-and-stories/press-release/un-alliance-sustainable-fashion-addresses-damage-fast-fashion

https://www.unece.org/info/media/presscurrent-press-h/forestry-and-timber/2018/un-alliance-aims-to-put-fashion-on-path-to-sustainability/doc.html

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