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Branchennews: G7 Fashion Pact

Präsidentensache

Klima, Artenvielfalt und Ozeane: Das sind die Pfeiler auf denen der „G7 Fashion Pact“ aufbaut. Am 23. August 2019 veröffentlichte der französische Präsident Macron gemeinsam mit 32 unterzeichnenden Größen der Modebranche ein Abkommen im Rahmen des G7-Gipfels in Biarritz.

September 2019

Waldbrände im Amazonas Regenwald, Gleichstellung der Geschlechter, digitale Revolution: Themen, die aktuell die Welt bewegen, standen von 24. bis 26. August 2019 auf der Tagesordnung des diesjährigen G7 -Gipfels in Biarritz. Doch ein sieben-seitiges Dokument beschäftigte in diesen Tagen vor allem die Textilbranche: Am Vorabend des Gipfeltreffens veröffentlichte der diesjährige vorsitzende französische Präsident Emmanuel Macron gemeinsam mit 32 führenden Modeunternehmen das Statement des frisch initiierten „G7 Fashion Pact“. Übergeordnetes Ziel des Modepakts ist der Schutz des Planeten:  „Die Modeindustrie ist eine der wirkungsvollsten Branchen und sollte daher auch die Fähigkeit haben, eine entscheidende Rolle einzunehmen im Wandel hin zu einer nachhaltigeren Zukunft“, heißt es im Statement. Macron beauftragte im April dieses Jahres François-Henri Pinault, Vorsitzender und CEO von Kering, damit, die Initiative zu leiten.

Globale Erwärmung stoppen, biologische Vielfalt wiederherstellen und Ozeane schützen: Die Maßnahmen des Modepakts stützen sich auf die Initiative Science-Based Targets und haben den Anspruch, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. So sollen CO2-Emission bis zum Jahr 2050 auf Netto-Null reduziert, regenerative Ansätze für die Landwirtschaft verfolgt und bis 2030 die Verwendung von Einwegkunststoffen eliminiert werden. „Wir arbeiten in gemeinsamen Lieferketten auf der ganzen Welt. Deshalb glauben wir bei Puma, dass es wichtig ist, die Branche zusammenzubringen, um bedeutende Veränderungen herbeizuführen und unsere Umweltauswirkungen zu verbessern", sagte Bjørn Gulden, CEO von Puma. Neben Puma, haben Größen wie Inditex, Chanel und Stella McCartney den Pakt unterzeichnet. Von Luxusmode bis Discounter-Marken: Gemessen am Produktvolumen soll der Fashion Pact mindestens 20 Prozent der globalen Modeindustrie repräsentieren.

Es bleibt abzuwarten, ab auf die losen Richtlinien auch handfeste Taten folgen. Bereits im Juli 2019 merkte Orsola DeCastro, Co-Gründerin der Fashion Revolution, in der Paneldiskussion „10 Years Of Sustainability“ auf der Fashionsustain-Bühne der nachhaltigen Modemesse Neonyt an, dass der Wandel von Unternehmen und Regierungen ausgehen muss: „Die Verantwortung liegt zu 100 Prozent bei Marken, Unternehmen und Regierungen. (…) Wir müssen die Probleme in einer praktischen Zusammenarbeit angehen, die Veränderungen bewirkt. Es geht nicht mehr um Gespräche, wir müssen wirklich zum Handeln übergehen.“

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Weitere Informationen finden Sie unter:

G7 Fashion Pact

Kering: "32 leading global fashion and textile companies make commitments on climate, biodiversity and oceans”

www.neonyt.com

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