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Hannah Morgan
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Branchennews: McKinsey & Company, The Business of Fashion

The State of Fashion: Coronavirus-Update

Aktuell stecken die Führungskräfte der Modeindustrie noch mitten im Krisenmanagement. Aber schon bald werden sie sich damit beschäftigen müssen, die Industrie neu zu denken. Denn die Pandemie wird ein Katalysator für tiefgreifende Veränderungen sein, wie McKinsey und The Business of Fashion im Coronavirus-Update zu „The State of Fashion 2020“ zeigen. Die Studie nimmt die wichtigsten Entwicklungen unter die Lupe – von Marktbereinigungen über die beschleunigte Digitalisierung bis hin zur wachsenden Bedeutung von Nachhaltigkeit.

April 2020

Schon vor dem Ausbruch des Coronavirus waren führende Vertreter der Modeindustrie für 2020 nicht optimistisch. Das gaben sie in der „The State of Fashion 2020“-Studie von McKinsey und The Business of Fashion an, die Ende vergangenen Jahres veröffentlicht wurde. Jetzt, einige Monate später, hat Covid-19 die Finanzmärkte erschüttert, Lieferketten auf den Kopf gestellt und die Nachfrage weltweit gedrückt. Dadurch werden auch die Aussichten für die Modebranche plötzlich düsterer. Wie werden sich Veränderungen in der Weltwirtschaft und im Konsumverhalten auf die Modebranche auswirken? Welche Entwicklungen werden beschleunigt? Und wie kann eine neue Normalität aussehen? Diesen Fragen gehen McKinsey und The Business of Fashion im Coronavirus-Update, einer Ergänzung zum „The State of Fashion 2020“, nach.

Covid-19 könnte die größte Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg auslösen, die jeden Sektor trifft – besonders die Modebranche. Die Autoren schätzen, dass die Einnahmen der globalen Modeindustrie im Jahr 2020 um 27 bis 30 Prozent im Vorjahresvergleich schrumpfen werden. 2021 könnte jedoch wieder ein positives Wachstum von zwei bis vier Prozent im Vergleich zu 2019 erzielt werden.

Nach der unmittelbaren Krise wird die Modeindustrie nicht nur mit einem rezessiven Markt konfrontiert sein. Auch der dramatische Wandel der Industrie wird weitergehen. So wird der Niedergang von Unternehmen beschleunigt, die bereits vor der Pandemie Schwierigkeiten hatten, was zu Marktkonsolidierungen und M&A-Aktivitäten führen wird. Weitere systemische Veränderungen sehen die Autoren in der Notwendigkeit von Innovationen: „Unternehmen müssen neue Instrumente und Strategien entlang der Wertschöpfungskette einführen, um die operative Agilität zu verbessern, die Produktivität zu steigern und Geschäftsmodelle zukunftsfähig zu machen.“ Auch das Verbraucherverhalten wird sich verändern: Social Distancing und Lockdowns unterstreichen die Wichtigkeit digitaler Kanäle und werden die Digitalisierung in der Branche weiter vorantreiben.

In diesem Zusammenhang wird laut der Studie außerdem ein Thema besonders an Bedeutung gewinnen: „Die Pandemie wird die Werte rund um Nachhaltigkeit klar in den Mittelpunkt rücken“, da Konsumenten „eine wachsende Antipathie gegenüber abfallerzeugenden Geschäftsmodellen und gestiegene Erwartungen an ein Purpose-getriebenes, nachhaltiges Handeln“ entwickelt haben.  Dies gelte insbesondere für Konsumenten der Generationen Y und Z, denen die Umwelt bereits vor der Krise ein wichtiges Anliegen war. Um den Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht zu werden, müssten Marken ihre Missionen und Geschäftsmodelle auf nachhaltigere Weise ausrichten und neue, innovative Wege einschlagen.

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Weitere Informationen

Studie: The State of Fashion 2020: Coronavirus-Update

Foto: Hannah Morgan

 

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  • Innovationen
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